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Zum Hauptwerk von Max Benses »Aesthetica« ist dies eine Erweiterung der Benseschen Definitionen u. a. in Hinsicht auf die Welt der Werbung und des Designs. Bense spaltet hier wie stets die Kreativität, den ursprünglichen Anstoß zur Produktion des Kunst- oder Design-Objekts, in rational erfaßbare Teilbereiche auf, um von der emotionsgebundenen Redeweise abzurücken, die den Zugang zur Durchdringung des künstlerischen Phänomens versperrt.
Ob die Einsicht Benses, die Verwendung logisch-mathematischer Kategorien für die moderne Ästhetik befriedige das fortschrittliche artistische Interesse, bejaht wird, mag davon abhängen, wie man heute den Begriff »Fortschritt« interpretiert, den wir ja nicht mehr naiv-gläubig aufnehmen. Abgesehen davon aber ist die Bensesche Ästhetik für unsere gewiß nicht problemlose Gegenwart – »von genereller Bedeutung, weil sie den Zusammenhang moderner Kunst mit der technischen Zivilisation reflektiert«, was anderweitig meist unterlassen wird. Deshalb können weder Philosoph noch Künstler, weder der ästhetisch interessierte Laie noch der moderne Designer und der Werbefachmann an den Definitionen und Theorien Benses vorübergehen.
INHALT
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Vorbemerkung
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7
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Über Artistik und Engagement
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9
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Heuristik, Forschung und Kreativität
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19
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Die Einführung des Zeichens
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33
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Über semiotische Ästhetik
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48
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Zusammenfassung
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65
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Semiotik im Design
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77
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Situationstheoretische Erweiterungen des Zeichenbegriffs
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84
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Farb- und Form-Semiotik
Das Problem der visuellen Sprache
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92
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Das kommunikative und kreative Schema in der Werbung
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98
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Nachwort cartesianischer Aufklärung über Kunst
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114
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VORBEMERKUNG
Unter dem Titel »Abstrakte Ästhetik«, auch »Theoretische Ästhetik«, »Exakte Ästhetik« oder »Informationsästhetik«, ist die wissenschaftliche Ästhetik vor über einem Jahrzehnt begründet worden. Die seitherige Entwicklung vollzog sich vor allem auf der mathematischen, numerischen Ebene; es trat zu sehr in den Hintergrund, daß die Ästhetik von Anfang an auch auf einer semiotischen Ebene angelegt war. Siegfried Masers »Numerische Ästhetik«, die 1970 erschien, bedeutet einen gewissen Abschluß der bisherigen Entwicklung der abstrakten Ästhetik auf der mathematischen Ebene. Es ist jetzt notwendig, um die ursprünglichen Intentionen der wissenschaftlichen Ästhetik auch auf Texttheorie, Design und Umweltgestaltung auszudehnen, die Grundlage der Semiotischen Ästhetik neu zu formulieren und programmatisch zu entwickeln. Dazu ist es sinnvoll, den Zeichenbegriff, den Peirce mit der »triadischen Zeichenrelation« einführte, durch seine Übertragung in das Schema der Graphen verändert zu konzipieren und das statuarische Prinzip des Zeichens durch ein generatives zu ergänzen.
Max Bense
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